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Buchrezension: Nikon D700 Das Buch zur Kamera


Nikon D700 Das Buch zur Kamera Titel: Nikon D700 Das Buch zur Kamera
Autor: Markus Wäger
Seiten: 288
Fotos: farbig
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Verlag: Point of Sale Verlag
ISBN: 978-3-925334-91-7
Preis (D): 34,00 Euro

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Beschreibung des Verlages


Das rasant wachsende Interesse an digitaler Spiegelreflexfotografie hat den Absatz an Geräten und damit das Angebot an Begleitbüchern ins Inflationäre getrieben. Nikon selbst legt der D700 ein exzellentes Benutzerhandbuch bei. Wer sollte also Bedarf an einem Werk haben, das im Wesentlichen Funktionen und technische Details wiederholt?

Deshalb hat sich der Verlag entschlossen, für die im Semi- bzw. Profibereich angesiedelte Vollformatkamera einen Autor zu suchen, der als Software-Spezialist die technischen Zusammenhänge zwischen Aufnahme und digitaler Bildbearbeitung kennt und vermitteln kann.

Markus Wäger bringt als zertifizierter Photoshop-Experte und seit Jahren Trainer für Bildbearbeitung und grafische Software hierzu die besten Voraussetzungen mit. Sowohl sein viel beachtetes und hochgelobtes Buch "Adobe Photoshop CS3: Die Workshops für Einsteiger und Aufsteiger", als auch seine ambitionierte Auseinandersetzung mit dem Thema digitale Fotografie und Bildgestaltung machen Markus Wäger zum idealen Autor für ein Buch zur Nikon D 700.

Resultat ist ein Kamerabuch, das sich nicht darauf beschränkt Einstellungen und Funktionen leicht verständlich und in einem sinnvollen Zusammenhang zu erklären, sondern vor allem auch Wert darauf legt, deren Hintergründe zu beleuchten.

Der Leser soll seine Kamera nicht nur bedienen lernen, sondern verstehen. Dazu illustriert der Autor Begriffe wie Tonwertumfang, Zonensystem, Lichtwert etc. teilweise auf recht unorthodoxe Weise. Ziel ist stets der Bezug zur - und die Tauglichkeit für die Praxis.

Fotografen, die schon lange und mit Engagement analog fotografieren, werden beispielsweie die praxisnahen Beschreibungen digitaler Vorzüge wie Spitzlichtkontrolle und Histogrammen zu schätzen wissen. Die Reise startet bei den technischen Innereien der D700, befasst sich dann mit der Theorie des digitalen Fotografierens, um im dritten Teil die Funktionsbeschreibung des Gerätes auf eine solide Basis zu stellen. Im abschließenden Teil führt Sie Markus Wäger in die digitale Dunkelkammer, um Ihnen die Vorzüge der Bildverwaltung und Entwicklung am Computer näher zu bringen.




Inhalt


Das mit 288 Seiten umfassende Werk von Markus Wäger ist in insgesamt vier Kapitel aufgeteilt. Das Buch ist ursprünglich in Zusammenarbeit mit Pascal Reis entstanden. Während der arbeiten zu dem Buch, übernahm Markus Wäger aus Faszination an der Kamera einen deutlich größeren Teil des Projektes und so kommt es das nur sein Name auf dem Cover steht.

In Kapitel eins werden übersichtlich und leicht verständlich die Eigenschaften und der Charakter der D700 erläutert. Es finden sich detaillierte Vergleiche zur großen Schwester der Nikon D3. Ferner werden die Vor- und Nachteile von Sensorformaten im Zusammenhang mit den üblichen verdächtigen (Schärfentiefe, Objektiv-Bildfeld, Brennweite, Empfindlichkeit, Sucher und Meßfeldabdeckung) anschaulich mit vielen Bildern dargestellt. Es folgen weitere technische Details wie z.B. das Thema Auflösung. Hier werden sehr detailliert die Unterschiede zwischen Bildauflösung und Ausgabeauflösung erklärt. Das Kapitel erklärt sehr angenehm und durchgehend die technischen Fakten zur D700. Bemerkenswert ist, dass hier keine Produktschlacht von Nikon stattfindet. Es wird eine kleine Auswahl von Objektive mit jeweils praktischem Beispielen dargestellt. Bei diversen Abbildungen findet man auch Objektive anderer Herstellung in der Beschreibung genannt.

Das Kapitel zwei "Grundlagen für Fortgeschrittene" trägt mit recht diese Überschrift. Hier werden durchgängig und sehr detailliert alle Themen rund um die digitale Fotografie beschrieben. Die Nikon D700 spielt hier eher eine Nebenrolle, den Hauptsächlich werden komplexe Zusammenhänge sehr verständlich mit vielen Beispielen erklärt. Die teilweise doch recht trockenen Themen werden flüssig an den Leser vermittelt und man schlägt hier auch später gerne nach, um sich technische Zusammenhänge noch einmal näher zu bringen.

Mit Kapitel drei kann man dann endlich nach dem WarmUp von Kapitel eins und den theoretischen Grundlagen aus Kapitel zwei die D700 wieder in die Hand nehmen. Es werden hier sehr viele Einstellungen und Funktionen verständlich, mit sehr guten Beschreibungen für den täglichen Gebrauch, aus dem doch sehr umfangreichen Nikon Kamera Menu beschrieben. Es werden an diversen Stellen Tipps für die Praxis gegeben, um nicht bei wichtigen Situationen wie z.B. einer Hochzeit mit unpassenden Einstellungen zu patzen. In diesem Kapitel wird auch das Thema Blitzen sehr intensiv behandelt. Das erfolgt nach der ähnlichen Art wie in den vorhergehenden Kapiteln. Es werden die technischen Grundlagen erklärt und dann diese mit verständlichen Beispielen mit der D700 gezeigt.

In Kapitel vier dreht sich alles um "Die digitale Dunkelkammer". Hier kommt die Erfahrung des Autors Markus Wäger voll zum Einsatz. Es werden die verschiedenen professionellen Bildbearbeitungsprogamme und Dateiformate besprochen. Dazu werden Vor- und Nachteile deutlich gemacht, jedoch kein Dogma für das ein oder andere ausgesprochen. Es werden viele Details in Bezug auf das Nikon RAW Format NEF erklärt und die von Nikon bereitgestellten Softwareprodukte Capture NX 2 für die Bearbeitung der Bilder gezeigt.



Bewertung


Das Buch "Nikon D700 Das Buch zur Kamera" hält nicht so ganz das was der Titel verspricht. Das Buch hätte auch unter dem Titel "Digitale Fotografie mit der D700" erscheinen können. Der Grund liegt in den doch recht umfangreich enthalten Grundlagen und theoretischem Wissen zur digitalen Fotografie. Beim Leser könnte der Eindruck entstehen, dass es hier nicht hauptsächlich um die Kamera geht, sondern mehr um die digitale Fotografie im allgemeinen. Das soll in Bezug auf die beschriebenen Grundlagen nicht negativ verstanden werden, da diese sehr gut und sehr verständlich beschrieben wurden und unseres Erachtens hätten auch nicht fehlen dürfen. Nur da in etwa die Hälfte des Buches ohne die D700 stattfindet oder wenn dann nur in einer Nebenrolle, hätte man den Titel doch etwas anders wählen sollen. Es ist vollkommen verständlich, dass hier kein zweites Nikon D700 Herstellerhandbuch entstehen sollte da dieses bereits sehr umfangreich in der Beschreibung zu den Funktionen ist. Nach unserer Ansicht hätte das Buch an der einen oder anderen Stelle doch noch mehr Nikon D700 enthalten dürfen.

Ein Kritikpunkt muss sich aber das Buch doch gefallen lassen, da eine Vielzahl (wir reden hier nicht von ein oder zwei) von Schreibfehlern enthalten sind. Ein Beispiel von vielen, es sind auf der Zusammenfassung am hinteren Cover zwei Fehler enthalten.

Zusammengefasst kann man trotzdem sagen, dass das Buch ein Empfehlung für jeden D700 Nutzer ist, der die Hauptakzente zu seiner Kamera kennenlernen möchte und dazu noch weitgehende Details zu den Grundlagen der digitalen Fotografie erfahren möchte.



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