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30. Januar 2012, 08:10 Uhr
Magnum-Ausstellung "Wunden der Welt" zeigt Kriegs- und Krisenfotografie
Mit "Wunden der Welt" schickt Magnum Photos sein Archiv zum ersten Mal in Form einer pädagogischen Ausstellung auf Reisen: Die Ausstellung zeigt 53 der wichtigsten Magnum-Arbeiten aus sechs Jahrzehnten Kriegs- und Krisenfotografie und spannt den chronologischen Bogen von den inzwischen historischen und oft zu Ikonen der Fotografie geadelten Bildern von Fotografen wie Robert Capa, Philip Jones Griffiths, Raymond Depardon, Marc Riboud und Werner Bischof hin zur jüngeren Generation der Magnum-Fotografen: Paolo Pellegrin, Thomas Dworzak, Moises Saman, Peter van Agtmael und Alex Majoli. Die Geschichten hinter den Bildern haben Absolventen der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl recherchiert und aufgeschrieben und parallel zur Ausstellung in einem Katalog veröffentlicht. Grundlegende Texte zur Kriegsfotografie - darunter auch ein Beitrag von Fotografie-Professor an der Hochschule Hannover Rolf Nobel - beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten.

Blume gegen Bajonette - Demonstrantin vor dem Pentagon. Washington, 1967. © Marc Riboud / Magnum Photos / Agentur Focus"Wunden der Welt" heißt die besondere Fotoschau im Design Center, die von Donnerstag, 8. März, bis Sonnabend, 7. April 2012 Magnum-Fotografien vom spanischen Bürgerkrieg bis zur ägyptischen Revolution zeigt. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 7. März, um 18:00 Uhr eröffnet und ist montags bis sonnabends von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Am Donnerstag, 15. März, findet um 19:00 Uhr im Rahmen der Ausstellung ein Artisttalk mit dem Magnum-Fotografen Abbas statt.

Unabhängig wollen sie sein, nur der Wahrheit verpflichtet: 1947 gründeten Robert Capa, George Rodger, David Seymour und Henri Cartier-Bresson die Agentur Magnum Photos. Bis heute steht dieser Name für das Streben, die Wirklichkeit mit der Kamera zu erfassen und zu verstehen. Das fotografische Selbstverständnis über die notwendige Nähe des Fotojournalisten zu seinem Sujet hat niemand mehr auf den Punkt gebracht als Robert Capa mit seinem Satz: "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind – dann bist du nicht nah genug dran!". Auch für die Fotografen der jüngeren Magnum-Generation hat dieser Satz seine Symbolkraft nicht verloren; das beweisen die jüngsten Bilder aus dem arabischen Frühling.

Ob in Vietnam, Ruanda oder Irak, ob in Beirut, Sarajewo oder Kairo: Magnum-Fotografen waren und sind Augenzeugen der Umbrüche, der "Wunden der Welt", so Henri Cartier-Bresson. Nicht selten definieren ihre Aufnahmen unsere Erinnerung an die jüngere Geschichte. Indem sie vergangenes Wissen reaktualisieren, werden gerade die sogenannten Ikonen der Kriegs- und Krisenfotografie zu zentralen Trägern unseres kollektiven Gedächtnisses, das zunehmend visuell geprägt ist.
Die Magnum-Ausstellung "Wunden der Welt" findet vom 07.03.2012 ab 18:00 Uhr bis zum 07.04.2012 im Design Center, Expo Plaza 2, 30539 Hannover statt.






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