Die Zahl der Fimenpleiten in Deutschland ist durch die weltweite Wirtschaftskrise deutlich gestiegen. Erst heute veröffentlichte das Statistische Bundesamt Zahlen über den Anstieg im Jahr 2009. Allein im vergangenen Jahr wurde ein Anstieg um 11,6 % auf 32.687 Unternehmensinsolvenzen gemessen.* Auch die Fotobranche ist weiterhin betroffen. In den vergangenen Tagen reichte auch die Jobo AG beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Insolvenz ein.
Das in Gummersbach ansässige Unternehmen Jobo AG blickt auf eine über 85jährige Firmentradition zurück. Die Jobo AG ist ein in diesen Jahren zu einem großen Lieferanten für die Fotoindustrie geworden. Das Unternehmen liegt in der 3. Generation in Familienhand. Das Spektrum des Unternehmens reicht von Zubehör für die Dunkelkammer bis zum mobilen digitalen Speicher. Die ersten Fotos vom Mondflug der Nasa mit Apollo11 wurden mit Equipment von Jobo entwickelt. Außerdem ist Jobo seit Gründung der Photokina 1950 ständiger Aussteller auf der weltweit wichtigsten Fotomesse. Zuletzt stellte das Unternehmen vorallem digitale Bilderrahmen, digitale Schlüsselanhänger und Kartenlesegeräte vor.
Unter den Aktenzeichen 73 IN 104/10 und 73 IN 122/10 wurde am 5.3.2010 Antrag auf Insolvenz gestellt. Es sind sowohl die Jobo AG als auch die Jobo Labortechnik Beteiligungsgesellschaft m.b.H. betroffen. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Hans-Gerd Jauch bestellt.
(* Quelle: www.presseportal.de)
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