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05. März 2009, 15:32 Uhr
Franke & Heidecke muss Insolvenz anmelden
Die Franke & Heidecke GmbH Feinmechanik und Optik musste leider Insolvenz anmelden. Das Unternehmen fokussierte sich zuletzt auf die Fertigung und den Vertrieb von professionellen Kamerasystemen unter der Marke Rolleiflex. Die Firma RCP-Technik GmbH, die die kleinen kompakten Digitalkameras herstellt und unter dem namen Rollei vertreibt, hat mit der Insolvenz nichts zu tun. Hier die offizielle Mitteilung von Franke & Heidecke:


Die Hans R. Schmid Beteiligungs GmbH, Offenburg, hatte sich im September 2008 mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt. Für den Mehrheitsgesellschafter Hans R. Schmid, einen bekennenden Anhänger der Produkte des Hauses, der sein Engagement als "Herzensangelegenheit" bezeichnet hatte, gab es zuletzt keine Alternative mehr zur Insolvenz.

Obwohl bereits zum Zeitpunkt der Übernahme klar war, dass eine erfolgreiche Sanierung mit erheblichem Aufwand verbunden sein würde, nahm Schmid die Aufgabe an und handelte entschlossen: Zusätzliche Spezialisten wurden eingestellt, die Schwachstellen im Unternehmen durchleuchtet und Millionen u. a. in Fertigung und Qualitätssicherung investiert.

Durch diese Maßnahmen gelang es zwar, schnell Fortschritte zu erzielen, jedoch waren die massiven Versäumnisse der Vergangenheit nicht in der erforderlichen Zeit zu beseitigen. Als zuletzt noch - dem neuen Gesellschafter zum Zeitpunkt der Übernahme nicht bekannte - finanzielle und andere Altlasten zutage traten, wurde klar, dass eine Sanierung selbst unter Einsatz weiterer Millionenbeträge nicht zu schaffen sein würde. Dies umso mehr, als hinzu kam, dass Verhandlungen mit wichtigen Geschäftspartnern, Banken und der Versuch, öffentliche Mittel zu erhalten, ebenfalls gescheitert waren.

Der neue Gesellschafter hatte bis zuletzt mehrfach und trotz erheblichen Verlustrisikos zusätzliche finanzielle Mittel ins Unternehmen investiert und hielt die Gesellschaft und die Hoffnung auf Erhalt der 131 Arbeitsplätze damit lange am Leben. Nun war die Insolvenz nicht mehr zu vermeiden. Insgesamt investierte Schmid einen 2-stelligen Millionenbetrag.






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