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01. Februar 2008, 06:37 Uhr
Sigma DP1 mit 14 Megapixel FOVEON X3 Direktbildsensor
Die neue und seit langem angekündigte kompakte Digitalkamera Sigma DP1 ist mit dem 14 Megapixel FOVEON X3 Direktbildsensor (2652×1768×3 Schichten) ausgestattet, der ebenfalls in der digitalen Spiegelreflexkamera Sigma SD14 verwendet wird. Dieser Sensor macht sich die Tatsache zunutze, dass Silizium rotes, grünes und blaues Licht in jeweils unterschiedlichen Tiefen aufzeichnet, was die vollständige Aufzeichnung der Farbinformation in jedem Pixel erlaubt. Das hat eine Festbrennweite von 16.6 mm und die Lichtstärke F4 Objektiv (äquivalent zu einem 28 mm Objektiv an einer 24x36 mm Filmkamera).

Sigma DP1Der Bildsensor der Sigma DP1 ist so groß wie in einer herkömmlichen dSLR. Er ist 7- bis 12-mal größer als Bildsensoren in herkömmlichen kompakten Digitalkameras und garantiert dadurch eine erhebliche Leistung. Dieser Sensor nutzt die Eigenschaften des Siliziums, dass unterschiedliche Wellenlängen des Lichts unterschiedlich tief in den Sensor eindringen lässt. Dadurch ist dieser Direktbildsensor in der Lage alle Farben durch die vollen RGB-Komponenten sofort an jeder Pixelposition festzuhalten. Genau wie ein Farbfilm, registriert jede Fotodiode die gesamten RGB-Daten, so dass eine letztendliche Farbinterpolation überflüssig ist und fein nuancierte Farbabstufungen Pixel für Pixel wiedergegeben werden können. Sigma entwickelte speziell für den Direktbildsensor der DP1 einen neuen Bildprozessor. Er nennt sich "Three-layer Responsive Ultimate Engine", abgekürzt "TRUE".

Die Sigma DP1 unterstützt als Dateiformat nicht nur das JPEG-, sondern auch das RAW-Format (X3F). Das RAW Format steht für verlustfreie, hochauflösende und unkomprimierte Datenspeicherung. Das RAW Format der DP1 setzt Helligkeits- und Farbinformationen 1:1 um, ohne Interpolieren, da jeder Pixel die volle RGB Farbinformation speichert.
Die DP1 ist mit drei Messmodi ausgestattet, der Mehrfeldmessung, der Mittenbetonten Integralmessung und der Spotmessung. Darüber hinaus bietet sie fünf Belichtungsfunktionen wie Vollautomatik, Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik und Manuell. Die Belichtungskorrektur kann in 1/3 Blendenstufen von +3.0 Blenden bis -3.0 Blenden vorgenommen werden. Eine Belichtungsreihenautomatik ist vorhanden. Die DP1 verfügt über einen eingebauten Blitz mit einer Leitzahl von 6 (ISO 100/m). Standartblitz, Rote-Augen-Reduzierung und Langzeitbelichtung sind wählbar. Eine Blitzbelichtungskorrektur in 1/3 Blendenstufen ist möglich.
Sigma DP1Das Autofokusfeld der DP1 ist mit neun Autofokuspunkten ausgestattet die alle einzeln ausgewählt werden können. Der Fokusbereich geht von 50 cm bis unendlich. Die Naheinstellgrenze kann aber auch bis 30 cm verkürzt werden. Für Situationen, in denen ein Autofokussieren nicht effektiv ist, oder für Fotografen, die Ihr Bild gern komplett selbst gestalten, steht ein manueller Fokus zur Verfügung. Die Anzeige kann auf dem Display vergrößert werden, um eine exakte manuelle Fokussierung zu ermöglichen.
Es ist möglich mit 30 Bildern/Sek. Filmsequenzen mit QVGA (320x240) zu erstellen. Der Digitalzoom steht während den Filmaufnahmen zur Verfügung. Eine 1GB Speicherkarte ermöglicht Aufnahmen bis zu 30 Minuten.
Die DP1 bietet einen 2,5" TFT-Farb-LCD-Monitor mit 230.000 Pixel. Der LCD-Monitor zeigt 100% des aufgenommen Bildes und erlaubt es so dem Fotografen einfach und exakt das Bild zu beurteilen. Die Sigma DP1 ist mit einem Blitzschuh ausgestattet, welcher es ermöglicht, den EF-140 DG oder den Sucher VF-11 optional einzusetzen. Die optional zu beziehende Gegenlichtblende vermindert den Einfall von Streulicht. Ein Gegenlichtblendenadapter, der ebenso den Einsatz von 46mm Filter ermöglicht, ist im Lieferumfang enthalten. Das Gehäuse der DP1 misst 113,3mm (L) x 59,5mm (H) x 50,3mm (T) und wiegt 240g.

Die DP1 wird mit der Sigma Photo Pro (SPP) Software geliefert, die Software die schnell und einfach die RAW Daten konvertiert. Veränderungen können in drei verschiedenen Modi vorgenommen werden. Der X3F Mode speichert die genauen Einstellungen des Bildes bei der Aufnahme. Im Auto Modus analysiert und verändert die Software automatisch die vorliegenden RAW Daten und der manuelle Mode erlaubt es dem Fotografen seine individuellen Änderungen an z.B. Kontrast, Schatten, Spitzlichter und Schärfe selbst vorzunehmen. Dies ist durch einfaches verschieben der Anpassungsregler in der Software möglich. Die individuell veränderten Daten können in der X3F Datei hinterlegt werden.
Die SPP unterstützt 8-Bit Tiff, 16-Bit Tiff und JPEG Formate. Das JPEG kann als YCbCr 4:4:4 gespeichert werden. Es ist auch möglich die Auflösung in der Software zu halbieren oder zu verdoppeln. Die Sigma DP1 kommt im Frühjahr 2008 zu einem noch unbekannten Preis in den Handel.









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